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Bubach am Forst

31. Juli 2007

Ein wenig übertrieben ist es schon, St. Peter und Paul in Bubach am Forst als tausendjährige Dorfkirche zu bezeichnen, wie in der Ausgabe vom 3. Juni 1936 des Kötztinger Tagblattes geschehen. Vielmehr handelt es sich bei der katholischen Filialkirche um eine spätromanische Anlage mit Chor aus dem frühren 15. Jahrhundert. Das Langhaus wurde 1678 umgebaut und 1881 vergrößert.

Etwa 18 Kilometer nordwestlich von Regensburg, mit der Kraftpostlinie Regensburg-Kalmünz zu erreichen, liegt das uralte kleine Kirchdorf Bubach am Forst, das sich rühmen kann, innerhalb seiner Gemarkung eine Kirche zu besitzen, die bereits auf ein tausendjähriges Bestehen zurückblicken kann, während der der romanische Kirchturm erst im 12. Jahrhundert errichtet wurde. Diese historische Kirche, wohl die älteste Dorfkirche in der ganzen Bayerisches Ostmark, birgt eine große Reihe wertvoller Altertümer, u.a. 30 Freskogemälde, die aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammen und welche bei Renovierungsarbeiten 1888, 1913/14 und 1924 wiederentdeckt wurden. Dortmals mußte man mangels Geldmitteln von der Restaurierung der Fresken absehen.

In den letzten Jahren machten sich bedenkliche Verfallserscheinungen bemerkbar. Das Schicksal der Kirche schien besiegelt, als sich endlich das Landesamt für Denkmalpflege des historischen Gotteshauses annahm und zu den namhaften Zuschüssen von Diözesanbischof Dr. Michael Buchberger und des Bezirksamtes Regensburg, das Reichszuschüsse vermittelte, selbst einen Zuschuß leistete und ausgezeichnete Künstler mit der Restaurierung beauftragte.

In vielmonatiger Arbeit wurde in überaus gründlicher Weise die Kriche vollständig restauriert und auch die Fassade erneuert. Das Innere des altehrwürdigen Gotteshauses ist ein glänzendes farbenprächtiges Gewand gekleidet worden und bildet nun ein Schmuckstück seltener Art, das nicht nur die Expositurangehörigen, sondern auch die vielen auswärtigen Besucher entzückt. (3. Juni 1936, Kötztinger Tagblatt)

Die im Zeitungsbericht erwähnten Ausmalungen wurden 1935 von Walter Scheidemann aus München restauriert und ergänzt. An den Wänden sind ein thronender Christus (Ergänzung), Heilige und Passionsszenen zu sehen. Das Gewölbe und am Chorbogen befinden sich Rankendekor und Medalions mit Kirchenvätern, den törichten und klugen Jungfrauen sowie den Evangelisten.

Romanische Baudetails sind noch im Erdgeschoß des Turmes zu entdecken. Sehenswert ist das Taufbecken aus Kalkstein (15. Jahrhundert) und das Sakramentshäuschen mit Wimperg (ebenfalls 15. Jahrhundert).

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